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FC Therwil Dc - SC Binningen Dc 2:4

Thomas Rohde 14.05.2012

Trotz schlechtem Wetter und einer halben Stunde Wartezeit vor dem Umziehen (Die Sportanlage wurde erst eine Stunde vor Spielbeginn geöffnet!) konnten wir am Samstag eine super Leistung abrufen.

Aber der Reihe nach. Die Voraussetzungen waren an diesem Morgen nicht sehr vielversprechend.

Als erstes erreichte uns die schlechte Nachricht dass unser Torhüter am Freitagabend ins Spital eingeliefert wurde. Es geht Ihm mittlerweile wieder etwas besser, genaueres ist jedoch noch nicht bekannt.

Am Besammlungsort angekommen, erfuhr ich auch noch, dass zwei weitere Spieler nicht spielen können. So standen wir mit genau neun Spielern vor dieser schwierigen Aufgabe in Therwil, dem Team das bisher am meisten Tore geschossen hatte in unserer Gruppe.

Dem ersten Dämpfer folgte der nächste. Wir mussten uns vor dem Eingang der Sportanlage eine halbe Stunde lang die Beine in den Bauch stehen bis die Türe geöffnet wurde.

Dann herrschte Unklarheit ob wir auf Kunst oder auf Naturrasen spielen würden und ich durfte noch einen zusätzlichen Spaziergang zwischen den einzelnen Anlagen machen.

Unter dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ gingen wir nun in dieses Spiel, mit einem Feldspieler im Tor.

Es wurde ja von uns Trainern eine Trotzreaktion gefordert nach dem schlechten Spiel gegen Amicitia. Diese folgte dann auch sogleich mit dem Anpfiff.

Wir stürmten was das Zeug hielt und reihten Angriff an Angriff, jedoch ohne Torerfolg. So lief das Spiel auch noch gegen uns und Therwil ging mit dem ersten Angriff in Führung. Das steckten unsere Jungs locker weg und stürmten weiter als ob es um ihr Leben ging. Eigentlich wurden wir dann auch sogleich belohnt für unseren Mut, doch hatte "der 10. Therwiler" ein Abseits gesehen. Dazu kamen noch zwei unterschlagene Elfmeter, was uns ziemlich merkwürdig vorkam. Aber eben auch diese Ungerechtigkeiten konnten uns nicht zurückhalten und wir kamen zum Ausgleich vor der Halbzeit.

Die Startphase der zweiten Hälfte verlief genau gleich wie die der ersten Halbzeit. Schon wieder ging Therwil in Führung.

Sollten wir tatsächlich unser bisher bestes Spiel verlieren, ich hätte nicht mehr an den Fussballgott geglaubt.

Aber eben die Moral stimmte und so liefen wir nochmals zur Hochform auf und rissen das Spiel noch auf unsere Seite zum hochverdienten 4:2 Sieg.

Unseren Spielern gebührt nach dieser Leistung grosser Respekt. Gegen alle Widrigkeiten und Voraussetzungen mussten sie ankämpfen und gaben sich nie auf. Das machte uns Trainer richtig stolz. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass wir unser grosses Ziel so auch erreichen werden.

Thomas Rohde