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Ostercamp aus der Sicht der Jüngsten

Durisch Luc 05.05.2014

Ostercamp aus der Sicht der Jüngsten

"Mami, bleib bitte noch etwas hier und schau mir noch ein bisschen zu" oder "Papi, schau, es hat so viele Leute die ich nicht kenne, kannst du nicht noch bis nach dem Einlaufen bleiben". Solche Sätze gab es bei der jüngsten Gruppe am Mittwochmorgen noch oft zu hören. Als wir Leiter allerdings die Bälle, T-Shirts und Trinkflaschen verteilten, waren die Eltern vergessen und strahlende Kinderaugen kamen zum Vorschein. Aber das nächste Problem sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach der Tanzeinlage zu Beginn mussten alle Kinder zuerst wieder gefunden werden. Als alle beisammen waren, ging es endlich los und wie. Die Jüngsten kamen nämlich schon am Mittwochmorgen in den Genuss des Technikparcours. Die kleineren Probleme, die hier auftauchten, waren einfach zu lösen. "Kannst du mir bitte die Schuhe fester binden?" oder "Wer ist jetzt Erster und habe ich schon gewonnen?". Die Posten am Morgen waren in Kürze schon vorbei und der Hunger kam. "Gibt es endlich Zmittag?" war immer wie mehr zu hören.

Nach dem köstlichen Essen folgte Freizeit bis der letzte Posten vor dem Turnier am Nachmittag begann. Bei den Jüngsten war diese Pause oft relativ lang, weil sie nach dem Essen direkt wieder auf dem Platz standen. "Fabio, kannst du mir dieses Trickli zeigen?" und "Komm, schiesst einmal, damit ich meine Goaliequaitäten zeigen kann". So verging die Pause wie im Flug und das Turnier rückte näher. Bevor allerdings mit dem Posten begonnen werden konnte, musste der Begleiter der Jüngsten noch einige Hindernisse bewältigen: "Wo ist mein Ball und meine Trinkflasche ?" damit wir noch den letzten Posten erledigen können.

Der Posten war geschafft und das Turnier folgte. Bei den Jüngsten war es wohl am lautesten. Sie fragten uns Leiter nämlich immer wieder: "Kannst du uns anfeuern?" Auch wenn sich gegen Ende eine gewisse Müdigkeit zeigte(nicht nur bei den Kindern), war das Turnier ein voller Erfolg und alle freuten sich auf den nächsten Tag.

Am Donnerstagmorgen waren auch die Jüngsten schon eingewöhnt und die Eltern konnten gehen, wann sie wollten. Auch die Posten am Morgen gingen ohne grosse Zwischenfälle über die Runden. Am Nachmittag beim polysportiven Programm war der Begleiter der Jüngsten dann aber wieder gefordert. "Wo ist das Handball und wo ist überhaupt die Halle?" und "Ich habe meine Hallenschuhe vergessen, kann ich auch barfuss in die Halle?". Trotz dieser Schwierigkeiten lernten die Kinder nicht nur Baseball, Unihockey und Handball kennen, sondern lernten auch das oben ohne Fussball spielen. So schnell war auch der Donnerstag vorbei.

Zum Glück gab es aber noch den Freitag. Mittlerweile mussten die Eltern ihre Kinder nicht einmal mehr bringen. Die letzten beiden Posten am Vormittag bewältigten die Jüngsten schon wie die ganz Grossen und es ging ohne weitere Zwischenfälle ans Abschlussturnier am Nachmittag. Die Leiter waren nochmals speziell gefordert und das nicht nur, weil sie selber spielen mussten. Bevor gestartet werden konnte, musste zuerst das Schuhball erklärt werden. "Muss ich jetzt beide Schuhe auziehen?", "Darf ich mit beiden Schuhen in den Händen spielen?" und "Warum spielen wir nicht Fussball?". Als dann aber begonnen werden konnte, lief alles wie am Schnürchen. Auf Schuhball folgte Handball und Fussball. Auch wenn ein paar Tränen vergossen wurden, mit ein paar aufmunternden Worten und etwas Wasser waren auch diese rasch vergessen. Sogar wenn sie spielfrei hatten, waren die Kids unermüdlich. Ohne Pause mussten Roberto und Fabio Unterschriften auf Bälle und T-Shirts schreiben, sodass die Kids irgendeinmal wieder daran erinnert werden mussten, dass sie ja eigentlich zu spielen haben.

Viel zu schnell war das Turnier vorbei und die Siegerehrung folgte. Nachdem die letzten Worte gesagt waren, wollten die Kids gar nicht nach Hause gehen, viel zu schnell sei die Zeit vergangen. Als alle sich bei allen verabschiedet hatten, gingen sie dann doch und nahmen hoffentlich viele schöne Erinnerungen mit auf den Heimweg.

Für mich als Begleiter der Kinder war es schön zu sehen, wie die Kinder im Laufe der drei Tage ihre Scheu immer mehr abgelegt und immer mehr Freude gezeigt haben. Auch wenn ich am Abend das Gefühl hatte, manchmal müder als die Kids zu sein, waren es für mich grandiose drei Tage und ich freue mich darauf, viele dieser Kinder in einem Jahr wieder zusehen. Dann allerdings nicht mehr bei den Jüngsten.