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Cupfight mit besserem Ende für Binningen

Durisch Luc 26.03.2016

Nach 120 Minuten lagen die Nerven auf dem Spiegelfeld blank. Ein hartumkämpftes Spiel musste nun im Elfmeterschiessen entschieden werden. Dem zweiten Schützen von NK Pajde versagten die Nerven, während auf Seite der Binninger jeder Penalty verwandelt werden konnte. Als letzter lief Buder an, der schon zum Ausgleich in der regulären Spielzeit getroffen hatte und versenkte den Ball eiskalt im Winkel. Die Erleichterung bei den Gastgebern auf der Tribüne und auf dem Feld war gut zu sehen. Es war geschafft. Der SC Binningen braucht noch einen Sieg in der dritten Qualifikationsrunde, um definitiv am Schweizer Cup 2016/17 teilnehmen zu können.

Dabei sah es für die Hausherren in dieser Partie zeitweise ziemlich düster aus. Nach einer animierten Anfangsphase und einigen Chancen auf beiden Seiten, die beste hatte Tobias Ritter, dessen Volley an die Latte knallte, verlagerte sich des Spielgeschehen ins Mittelfeld, wo beide Mannschaften sich nichts schenkten und sich weitgehend neutralisierten. Keine Tore zur Halbzeit war die logische Folge. Pajde kam dann allerdings besser aus der Kabine und prompt zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul von Mathias Bader an Dino Dizdarevic auf den Punkt. Den fälligen Strafstoss verwandelte Garic souverän zur Führung für die Gäste.

Nun waren die Binninger gefordert und stellten sofort auf einer Dreierabwehr um. Dem kurz zuvor eingewechselten Buder gelang dann in der 63. Minute der Ausgleich. Die Entstehung des Treffers war allerding etwas glückhaft, da der Ball mehr durch Zufall zum Torschützen gelangte. Das Glück sollte den Binningern aber nicht mehr lange hold sein, denn in der 72. Minute stellte der ungenügende Schiedsrichter den Binninger Alhassane Ndiaye völlig zu Unrecht vom Feld. In der Folge wurde das Spiel gehässiger. Den Unparteiischen entglitt in dieser Phase etwas die Kontrolle. Torchancen konnte sich kein Team mehr erarbeiten und so musste das Spiel in die Verlängerung. Zu diesem Zeitpunkt liefen die Gastgeber auf dem Zahnfleisch, da sie schon früh durch Verletzungen zu zwei Wechseln gezwungen waren. In der 98. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Dizdarevic, der schon verwarnt war, ging zum wiederholten Male seinen Gegner hart an und wurde völlig zu Recht des Feldes verwiesen. Daraufhin kam es zu einer Rudelbildung. Ansonsten verlief die Nachspielzeit ohne nennenswerte Chancen und Aktionen, sodass das Spiel im Penaltyschiessen entschieden werden musste. Am Ende war es ein nicht gestohlener Sieg, aber ein Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können.  

Binningen – Pajde 6:4 n.P (0:0,1:1) 150 Zuschauer. – Spiegelfeld. – Tore: 51. Garic 0:1, 63. Buder 1:1. Binningen: Jusufi; Rapold (61. Buder), Berger, F. Ritter, Hughes; Vogrig, Ndiaye, T. Ritter, Schmid, D. Ritter (19. Bader); Gehrig (20.Jetzer). Pajde: Dahmani; Lujic (55. Veliu), Blagojevic, Glibo, Petrovic; Kalezic (90. Besirevic), Garic, Haxhijaha (103. Metaj) , Paucinac, Dizdarevic; Osei. Bemerkungen: Binningen ohne Durisch, Becker, Stocker (alle verletzt), Thüring Frossard und Cotting (alle abwesend). – 103. Tor von Vogrig wegen Offside aberkannt. – Verwarnungen: 8. Garic, 27. Paucinac, 59. Hughes, 62. Dizdarevic, 64. Bader, 69. Ndiaye, 85. Buder, 86. Osei, 105. Jetzer, 111. Berger. – Platzverweise: 72. Gelb-Rot gegen Ndiaye, 98. Gelb-Rot gegen Dizdarevic.- Elfmeterschiessen: 2:1 T. Ritter, 2:2 Pajde, 3:2 F. Ritter, Pajde verschiesst, 4:2 Hughes, 4:3 Pajde, 5:3 Bader, 5:4 Pajde, 6:4 Buder.